Franziska von Lilien

Franziska von Lilien. Stadtarchiv Werl aus Börste (2014, S. 20).

Bei der Person Franziska von Lilien handelt es sich um eine reale Person, die im 19. Jahrhundert auf Haus Opherdicke gelebt hat. Das Tagebuch und die Einbettung der Erzählung sind jedoch Fiktion und dienen zur Verknüpfung der Gegenwart mit der Geschichte des Hauses Opherdicke.

 

Franziska von Lilien wurde am 30. März im Jahr 1838 auf Haus Opherdicke geboren und starb dort am 16. Dezember 1912.

Ihre Eltern Franz Joseph und Auguste von Lilien veranlassten ab ihrer Geburt bis 1843 große Sanierungen am Haupthaus, am Bauhaus, an den von Ställen und auch den Neubau eines Torhauses im Nordwesten. Das zweite Torhaus im Nordosten und der Eiskeller im Eingangsbereich des Gartens wurden erst ein Jahr vor erzählter Geschichte (1846) errichtet. Franziska war das älteste von fünf Kindern. Ihr jüngster Bruder wurde 1846 geboren.

 

Sie heiratete 1863 im Alter von 25 Jahren Friedrich Wilhelm von Lilien-Echthausen. Ihre Ehe blieb kinderlos. Beide trennten sich nach einem Ehejahr wieder. Aufgrund des katholischen Glaubens war weder eine Scheidung noch eine Wiederheirat möglich. Franziska Freifrau von Lilien-Echthausen geb. Freifrau von Lilien kehrte nach Opherdicke zurück und blieb dort ihr Leben lang. Dies war möglich, da der rechtliche Erbe des Hauses, ihr ältester Bruder Franz Kaspar Michael (1840 - 1906), in seinem Testament verfügt hatte, dass sie eine lebenslange Rente beziehen sollte und deshalb auf Haus Opherdicke bis zu ihrem Tod leben konnte. Unter einer heute noch guterhaltenen Grabplatte wurde sie im Opherdicker Friedhof neben ihren Eltern und Geschwistern beerdigt. Sie starb im Alter von 78 Jahren als letzte ihrer Familie. (Börste, 2014)

 

Die Fakten zur Geschichte des Hauses Opherdicke sind folgenden Publikationen entnommen:

• Börste, J. (2014): Die Geschichte des Hauses Opherdicke von den Anfängen bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts, Unna.

• Hengstenberg, T. (2014): Zwischen gestalteter Landschaft und freier Natur. Der Park von Haus Opherdicke: Ein alter Garten zeitgemäß interpretiert, in: Jahrbuch des Kreises Unna 2014, S. 107-112.

• Börste, J. u. J. Hohmann (2012): „Man wählt zum Einbringen des Eises wo möglichst Frost-Wellen". Der Eiskeller des Hauses Opherdicke, in: Jahrbuch des Kreises Unna 2012, S. 123-128.

• Hengstenberg, T. (2002): Haus Opherdicke - Ein Park zwischen Geschichte und Zukunft. Die Sanierung der Außenanlagen steht bevor, in: Jahrbuch des Kreises Unna 2002, S. 35-41.

 

 

Dieses Angebot wurde mit Erlaubnis des Kreises Unna und mit Förderung durch das Land NRW von der Waldschule Cappenberg durch Katharina Farwick-Brückhändler (F.-B.) entwickelt.

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