Mit den Hummeln bummeln.

 

Von Anja Ernst

Ab in den Garten – mit den Hummeln bummeln. Mein Freund Ingo ist ein großer Hummel Fan. Im Frühjahr, wenn die Hummel-Königinnen sich auf machen ein neues Volk zu gründen findest Du ihn im Garten. Er hat ein paar Hummelkästen und mir Videos geschickt, die ich euch gern zeigen würde. Dank Ingo bin ich nämlich auch inzwischen ganz von Hummeln verzaubert. Hier seht ihr eine Steinhummel, die ihren Hummelkasten verlässt. Den Winter überleben nur die befruchteten Königinnen. Sie gründen dann im Frühjahr ein neues Volk mit bis zu 400 Individuen. Verglichen mit anderen Bienenvölkern (die Hummel zählt übrigens auch zu den Wildbienen) sind Hummelvölker recht klein. Ein Wildbienenvolk kann auf über 10.000 Bienen wachsen.

Aber zurück zur Hummel: es gibt ungefähr 40 verschiedene Arten, die sich nicht ganz einfach unterscheiden lassen. Manche Arten lassen sich nur durch einen DNA Test identifizieren. Die einzelnen Unterarten haben allerdings einiges gemeinsam und sind nicht nur alle flauschig, freundlich und fett sondern auch ganz fleißig: Denn sie sind wichtig für die Bestäubung. Wo es keine Hummeln und Wildbienen gibt muss mühsam von Hand bestäubt werden. Hummeln können auch bei „schlechtem“, kühleren Wetter fliegen und sie haben einen längeren Rüssel so dass sie bei einigen Pflanzen Vorteile haben. Von Vorteil sind Hummeln auch bei der Bestäubung z.B. von Tomaten, denn die Vibrationen, die sie mit ihren Flügeln erzeugen sorgen für eine bessere Bestäubung. Der Nachteil einer Hummel ist, dass sie schon früh im Jahr auf Blüten angewiesen sind, denn die Königinnen fliegen oft schon im Februar los und haben dann den ganzen Winter nichts gefressen.

 

Hier kommt Ihr in Spiel:

Durch das Pflanzen von hummelfreundlichen Blumen könnt ihr helfen die Hungersnot zu beenden. Krokusse und Schneeglöckchen werden Beispielsweise gern angeflogen und blühen sehr früh im Jahr.

 

Ein kleines Zeitlupen Video dazu gibt es hier:

 

Aber auch danach ist es wichtig den Garten oder Balkon nicht zu sehr aufzuräumen. Viele Blumen, vor allem die mit den gefüllten Blüten sind für Hummeln und andere Insekten nicht als Futterpflanze geeignet.

Besser geeignet sind Sorten mit offenen Blüten und auf meinem Balkon werden auch gern Pflanzen angeflogen, die man normalerweise nicht bist zur Blüte stehen lässt. Rucola oder Pfefferminze sind sehr beliebt.

 

Ihr habt noch nie blühenden Rucola gesehen? Auf meinem Balkon gibt es welchen und die eher selten anzutreffende Steinhummel, zu erkennen am schwarzen Körper mit dem rötlichen Popo, findet offenbar Geschmack daran.

 

Später im Jahr sind dann auch Sonnenblumen sehr beliebt.

Wichtig ist eben, dass das ganze Jahr etwas blüht.

Ein kurz geschnittener Rasen ist eine Art Wüstenlandschaft für Insekten, deshalb darf der Garten gern auch „unordentlich“ sein.

Meine Freundin Maike hat dazu ein Schild an ihrem Gartenzaun hängen:

Auf dem nächsten Foto seht ihr eine Erdhummel auf meinem Balkon, wie sie sich an einer Kornblume stärkt.

 

Sehr schön zu erkennen ist auf diesem Bild auch, dass die Erdhummel mit dem weißen „Popo“ nur eine gelbes Brustband hat, während Gartenhummeln zwei hätten.

 

Im Hintergund des Bildes ist auch zu sehen, dass die Nachbarschaft eher „aufgeräumt“ ist. Dass man aber selbst auf einem kleinen Balkon ein Beitrag leisten kann zeigt das Beispiel der Steinhummel.

 

 

 

Ingo hatte zum Thema Futterangebot für Hummeln und andere Insekten eine tolle Idee: In seinem Geschäft bekommen Kunden Samen-Tütchen, wenn sie etwas kaufen, die Tütchen sind mit der lustigen Aufschrift „Brummstoff“ beschriftet und wenn die Kunden später zurück kommen und ihm zeigen, dass aus den Samen eine Blumenwiese geworden ist, gibt es einen Rabatt beim nächsten Kauf.

 

Doch was tun, wenn ihr eine Hummel findet, der offenbar der Treibstoff ausgegangen ist? Hier könnt ihr helfen, indem ihr sie z.B. auf ein Taschentuch krabbeln lasst und sie zu einer Blüte tragt, oder wenn es bei Euch zu Hause ist könnt ihr auch einen Teelöffel mit Zuckerwasser füllen und ihn der Hummel anbieten. Es ist unglaublich wie viel so eine Hummel davon weg-schlürfen kann und wie schnell sie sich dann wieder erholt und losfliegt. Ein tolles Bild!

 

Als ich eine Erdhummel vor meiner Haustür fand konnte ich sie so vor dem Verhungern retten.

 

 

Und Ingo hat mir noch etwas erzählt: Neben der Hungersnot haben Hummeln noch ein weiteres Problem: Die Wachsmotten. Diese schleichen sich in die Bauten der Hummeln, was übrigens nicht zwangsläufig ein künstlicher Hummelkasten sein muss, es werden auch gern verlassene Mauselöcher oder andere „Löcher“ genutzt. Einmal hinein gekommen legt die Wachsmotte Eier und die Nachkommen der Motte fressen die Hummeln. Um die Hummeln vor der Wachsmotte zu schützen gibt es einen Trick an den Hummelkästen von Ingo: Eine Haustür. Ja richtig. Die Hummeln sind so schlau, dass sie lernen können eine Klappe zu öffnen. Ingo hat es „seiner“ Steinhummel mit viel Geduld und ein paar Tricks beigebracht. Glaubt ihr nicht? Hier ist der Beweis:

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Ab in den Garten – mit den Hummeln bummeln. Mein Freund Ingo ist ein großer Hummel Fan. Im Frühjahr, wenn die Hummel-Königinnen sich auf machen ein neues Volk zu gründen findest Du ihn im Garten. Er hat ein paar Hummelkästen und mir Videos geschickt, die ich euch gern zeigen würde. Dank Ingo bin ich nämlich auch inzwischen ganz von Hummeln verzaubert. Hier seht ihr eine Steinhummel, die ihren Hummelkasten verlässt. Den Winter überleben nur die befruchteten Königinnen. Sie gründen dann im Frühjahr ein neues Volk mit bis zu 400 Individuen. Verglichen mit anderen Bienenvölkern (die Hummel zählt übrigens auch zu den Wildbienen) sind Hummelvölker recht klein. Ein Wildbienenvolk kann auf über 10.000 Bienen wachsen.
Ab in den Garten – mit den Hummeln bummeln. Mein Freund Ingo ist ein großer Hummel Fan. Im Frühjahr, wenn die Hummel-Königinnen sich auf machen ein neues Volk zu gründen findest Du ihn im Garten. Er hat ein paar Hummelkästen und mir Videos geschickt, die ich euch gern zeigen würde. Dank Ingo bin ich nämlich auch inzwischen ganz von Hummeln verzaubert. Hier seht ihr eine Steinhummel, die ihren Hummelkasten verlässt. Den Winter überleben nur die befruchteten Königinnen. Sie gründen dann im Frühjahr ein neues Volk mit bis zu 400 Individuen. Verglichen mit anderen Bienenvölkern (die Hummel zählt übrigens auch zu den Wildbienen) sind Hummelvölker recht klein. Ein Wildbienenvolk kann auf über 10.000 Bienen wachsen.